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Archiv für Mai, 2011

Fünf auf einen Streich: Neue Medienberufe für eine digitalisierte Arbeitswelt

Montag 30. Mai 2011 von mschuette

Medientechnologe Druck: Ein Auszubildender erlernt die Einstellung der Druckmaschine

Die Arbeitsabläufe in der Druck- und Medienbranche werden immer komplexer, die Verzahnung von Print- und elektronischen Medien, die Digitalisierung und neue Steuerungs- und Regeltechniken haben die meisten Produktionsprozesse massiv verändert. Gebraucht werden Technologen, die diese Prozesse steuern – und genau so heißen denn auch vier der fünf neugeordneten Ausbildungsberufe, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung und gemeinsam mit den Sozialpartnern und Vertretern der Länder erarbeitet hat. Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. August werden die Ausbildungsberufe “Medientechnologe/-technologin Druck”, “Medientechnologe/-technologin Siebdruck”, “Medientechnologe/-technologin Druckverarbeitung”, “Buchbinder/-in” und “Packmitteltechnologe/-technologin” in Kraft treten. Damit verfügt die Branche über moderne Berufe mit zeitgemäßen Ausbildungsinhalten und Bezeichnungen.

Für die künftigen “Medientechnologen und Medientechnologinnen Druck” (ehemals “Drucker/Druckerin”) werden neben dem Planen, Steuern und Regeln von Druckprozessen auch Kompetenzen aus den Bereichen Mechanik, Elektronik und Instandhaltung von Druckmaschinen immer bedeutender. Daher wurden diese Ausbildungsinhalte ausgeweitet. Eine Besonderheit der neuen Ausbildungsordnung ist die Möglichkeit der Zusatzqualifikation in einer weiteren Druckverfahrenstechnik. Dieses Angebot soll insbesondere leistungsstärkeren Jugendlichen einen zusätzlichen Anreiz bieten.

Neben den typischen Qualifikationen des Siebdrucks – wie zum Beispiel dem standardisierten Siebdruck, der Druckveredelung und -weiterverarbeitung sowie der Schneidplotttechnik (rechnergestützte Schneidetechnik) – können die künftigen “Medientechnologen und Medientechnologinnen Siebdruck” (ehemals “Siebdrucker/Siebdruckerin”) jetzt neu die Wahlqualifikation der Kundenberatung wählen. Für Auszubildende, die den Tampondruck (Verfahren zum Bedrucken von Kunststoffkörpern)  oder großformatigen Digitaldruck nicht im Rahmen ihrer regulären Ausbildungszeit gewählt haben, stehen diese als Zusatzqualifikation zur Verfügung.

Aus dem früheren Berufsbild des Buchbinders werden nun zwei Berufe:
In der handwerklichen Ausbildung  “Buchbinder und Buchbinderin” wird es künftig die Berufsprofile “Einzel- und Sonderfertigung” sowie “Maschinelle Fertigung” geben. Um qualifiziertes Fachpersonal, insbesondere mit Blick auf eine mögliche Unternehmensnachfolge, ausbilden zu können, wurden zudem Wahlqualifikationen geschaffen, die kaufmännische Inhalte wie Auftragsbearbeitung und unternehmerisches Handeln in die Ausbildung integrieren.

Neben dem handwerklichen Buchbinder wurde neu der Beruf “Medientechnologe und Medientechnologin Druckverarbeitung” geschaffen, um der zunehmenden Prozessorientierung und maschinengestützten Fertigung in der industriellen Druckverarbeitung Rechnung zu tragen. Gemeinsam mit dem Betrieb legen die Auszubildenden in diesem Bereich ihr Berufsprofil in der Zeitungs-, Akzidenz- (Erstellung von Prospekten, Broschüren, Visiten- und Eintrittskarten) oder Buchproduktion fest. Außerdem wurde hier die Qualifikation der Versandraumtechnik neu in die Ausbildung integriert, um komplexe logistische Prozesse zur Versendung von Zeitungen zu steuern.
Die strukturelle und inhaltliche Verwandtschaft beider Berufe ermöglicht einen gemeinsamen Berufsschulunterricht in weiten Teilen der Ausbildung.

Auch in der papierverarbeitenden Industrie gewinnt die Steuerungstechnik zunehmend an Bedeutung. Deshalb wird auch hier das Planen, Steuern und Überwachen von Produktionsprozessen mit Leitstandtechnologie in der Ausbildung künftig eine größere Rolle spielen. Die neue Ausbildung zum “Packmitteltechnologen”/zur “Packmitteltechnologin” (ehemals “Verpackungsmittelmechaniker/-in”) sieht bereits vor der Zwischenprüfung eine Spezialisierung in Richtung der Herstellungsprozesse des Ausbildungsbetriebes vor. So erfordert eine Ausbildung in der Wellpappenindustrie mehr Zeit für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten als in der Faltschachtelindustrie, die insbesondere auf die Entwicklung und Gestaltung von Packmitteln Wert legt.

Weitere Informationen im Internetangebot des BIBB unter www.bibb.de/neue-berufe-2011

Ansprechpartnerinnen im BIBB:

Quelle: www.bibb.de

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WebCoach2.0 für Dozenten und Ausbilder des Handwerks

Dienstag 24. Mai 2011 von mschuette

Um Dozenten und Ausbilder auf das Web 2.0 vorzubereiten, bietet die Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk die Qualifizierung WebCoach2.0 an.

Die Teilnahme ist für Dozenten und Ausbilder des Handwerks kostenfrei.

Ziel der Schulung ist die Übertragung von Web2.0-Technologien in den Bildungsbereich.
Die nächsten Termine:

20. Juli 2011 in Düsseldorf, 11.00-15.30 Uhr
05. Oktober 2011 in Düsseldorf, 11.00-15.30 Uhr

Flyer

Faxformular Anmeldung

http://www.zwh.de/

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Unternehmen setzen verstärkt auf Weiterbildung

Donnerstag 19. Mai 2011 von mschuette

DIHK legt aktuelle Umfrage vor

(19.05.2011) Die Unternehmen investieren in diesem Jahr deutlich mehr in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Das ergibt die neue Umfrage “Weiterbildung 2011″, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) heute in Berlin vorgelegt hat.

Hans Heinrich Driftmann

Der Erhebung liegen mehr als 14.000 Antworten zugrunde. Sie zeigt, dass 38 Prozent der Betriebe ihr Engagement in der Weiterbildung ausbauen wollen. 2010 plante dies nur jedes vierte und im Jahr davor sogar nur jedes zwölfte Unternehmen.

60 Prozent der Befragten wollen das bisherige Niveau halten. Nach 21 und 7 Prozent in den Vorjahren wollen nur noch 2 Prozent der Betriebe weniger Weiterbildung anbieten.

DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann sieht darin vor allem eine Reaktion der Betriebe auf die gute wirtschaftliche Entwicklung und den sich abzeichnenden Fachkräftemangel: “Unternehmen engagieren sich, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Deshalb haben sie schon in der Krise versucht, ihre Mitarbeiter zu halten, deshalb wollen sie ihre Belegschaften jetzt noch stärker qualifizieren.”

Es sei aber auch wichtig, betonte Driftmann, dass die Mitarbeiter ebenfalls bereit seien, sich durch Weiterbildung beruflich fit zu halten. Er unterstrich: “Hier wünschen sich die Unternehmen noch mehr Interesse und Motivation.”

Weiterbildung ist laut Umfrage für die Betriebe das mit Abstand wichtigste Instrument, um trotz des Ausscheidens vieler Älterer wettbewerbsfähig zu bleiben. 59 Prozent setzen darauf, die personellen Lücken mit Hilfe von Weiterbildung schließen zu können. Jeder Dritte will mehr ausbilden. Wegen der strikten Zuwanderungsregelungen und des hohen bürokratischen Aufwands im Arbeitsgenehmigungsverfahren sehen auch nur 3 Prozent Chancen in der Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland.

Woran es aus Sicht der Betriebe häufig mangelt, sind betriebsspezifische und damit auch aus Sicht der Unternehmen lohnenswerte Weiterbildungsangebote. Hier sind die Bildungsträger gefordert, stärker auf die Bedürfnisse der Betriebe einzugehen.

Quelle: http://www.dihk.de/presse/meldungen/2011-05-19-weiterbildungsumfrage

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Workshop am 28. Juni 2011: Erstellen Sie Ihren Firmenauftritt bei facebook!

Dienstag 10. Mai 2011 von mschuette

Bereits über 17 Millionen Deutsche nutzen facebook, um sich auszutauschen und nach Informationen zu suchen. Neben der eigenen Internetseite ist der Firmenauftritt bei facebook heute ein Muss ? so gewinnen und binden Sie Kunden im Web2.0!
Im Workshop lernen Sie:
wie Sie mit einfachen Mitteln eine FAN-Page oder eine eigene Firmenpräsenz in facebook erstellen können,
wie Sie die vielen facebook Baukästen zur eigenen Seitenerstellung nutzen können,
auf was Sie grundsätzlich in facebook achten müssen,
was FBML (Facebook Markup Language) oder Iframe bedeuten, und was Sie für die richtige Entwicklung Ihrer Seite nehmen sollten,
was Sie mit einem Profilbild, aber auch mit den Bannern in facebook erreichen können,
wie Sie mit wenigen Schritten in twitter aktiv werden können und
wie Sie eine dynamische Verbindung Ihrer Internetpräsenz mit twitter, facebook und Co. realisieren können.

Für den Workshop benötigen Sie keine Programmierkenntnisse. Von Vorteil sind Kenntnisse in Windows und im Internet.

Workshop-Flyer (PDF)


Termin:
28. Juni 2011 von 09.30-16.30Uhr
Teilnahmegebühr: 199,00 EUR inkl. 19% MwSt. pro Person.
Anmeldung: per E-Mail info(at)webkolleg.nrw.de, per  Telefon 0211/30 20 09 – 30
oder auf www.webkolleg.de
Veranstalter:

WebKollegNRW
Sternwartstraße 27-29
40223 Düsseldorf

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Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser neuer Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung

Montag 2. Mai 2011 von mschuette

Leitungswechsel im BIBB in Bonn: Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser ist seit dem 1. Mai 2011 neuer Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung.
Während eines Festaktes am heutigen Montag in Bonn vor mehr als 300 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft führte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, den neuen BIBB-Präsidenten in sein Amt ein. “Ich freue mich, dass das BIBB mit Ihnen einen ausgewiesenen Fachmann des nationalen wie des internationalen Berufsbildungssystems an die Spitze bekommt”, wandte sich die Ministerin direkt an Prof. Esser. “Sie treten für Ihre Überzeugungen ein und sind mit Leidenschaft dabei. Dies ist genau das, was wir beim Thema Bildung brauchen.”
Zuvor hatte die Bundesministerin den ehemaligen Präsidenten des BIBB, Manfred Kremer, in den Ruhestand verabschiedet. “Herr Kremer hat das BIBB mit seiner fachlichen Kompetenz, seiner Persönlichkeit und seinem großen Engagement nachhaltig geprägt. Hierfür meinen herzlichen Dank”, betonte Schavan. Manfred Kremer hatte das Institut seit dem 1. Juli 2005 geleitet.

Mit Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser tritt ein anerkannter Experte für die berufliche Bildung an die Spitze des BIBB. Seit November 2004 leitete er die Abteilung “Berufliche Bildung” beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin. Prof. Esser kennt das Bonner Institut auch aus langjähriger unmittelbarer Mitwirkung in den verschiedensten BIBB-Gremien. So gehört er zum Beispiel dem höchsten Gremium, dem BIBB-Hauptausschuss, seit dem Jahr 2005 an.

Vor seiner Tätigkeit beim ZDH war der 1959 in Grevenbroich geborene Rheinländer 13 Jahre beim Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk (FBH) an der Universität zu Köln tätig – zuletzt als stellvertretender Direktor. 2005 wurde er von der Universität zu Köln zum Honorarprofessor ernannt. Dort hatte der verheiratete zweifache Familienvater 1997 auch promoviert.

Sein Handwerk hat der 52-Jährige “von der Pike” auf gelernt. Nach einer Ausbildung im Bäckerhandwerk in Grevenbroich hat Prof. Esser sein Abitur über den “zweiten Bildungsweg” gemacht und von 1983 bis 1989 in Braunschweig und Köln Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik studiert.

Zu seinen Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten gehören insbesondere die Berufs- und Qualifikationsforschung, die europäische Berufsbildung, der Deutsche und Europäische Qualifikationsrahmen (DQR und EQR) sowie das Thema “Entrepreneurship” (Unternehmertum). Prof. Esser ist darüber hinaus Autor und Herausgeber zahlreicher handwerkswissenschaftlicher Publikationen.

Ein Foto von Herrn Prof. Esser finden Sie im Internetangebot des BIBB unter www.bibb.de/pressefotos

Weitere Informationen zum Lebenslauf von Herrn Prof. Esser unter www.bibb.de/praesident

Quelle: http://www.bibb.de/de/57684.htm

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