Bildungsmanagement Online

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Archiv für April, 2011

Azubi-Auslandspraktika im Aufwind

Mittwoch 27. April 2011 von mschuette

Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen ihren Azubis Auslandserfahrungen ermöglichen. So haben 2010 allein rund 1500 junge Menschen mit Unterstützung der Mobilitätsberaterinnen und -berater der Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland absolviert. Im Gegenzug erhielten 500 Auszubildende und junge Fachkräfte aus dem europäischen Ausland Einblicke in Unternehmen in Deutschland. Das ergibt  eine erste Auswertung des Programms “Berufsbildung ohne Grenzen”, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), mit der  bundesweit Mobilitätsberaterinnen und -berater bei den Kammern finanziert werden.

Besonders mit Blick auf die Fachkräftesicherung sind Auslandsaufenthalte für Unternehmen eine gute Investition in den eigenen Nachwuchs. Vor allem mittelständische Betriebe nutzen deshalb zunehmend die Chance, ihren Auszubildenden ein Auslandspraktikum zu ermöglichen. Sie positionieren sich so als attraktiver Arbeitgeber und als innovatives Ausbildungsunternehmen.

Unter der Adresse www.mobilitaetscoach.de erhalten Unternehmen und Auszubildende erste Informationen über die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Auslandsaufenthalten. Neben Checklisten, Musterverträgen und nützlichen Links bietet die Internetseite auch Kontakt zu den Beraterinnen und Beratern der beteiligten Kammern.

Das Mobilitätsberatungsprogramm “Berufsbildung ohne Grenzen” wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

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Q-Online: Informativ, benutzerfreundlich und lernförderlich!

Montag 18. April 2011 von mschuette

Eine erste Usability-Studie von “Q-Online” zeigt jetzt: Die Nutzer der Online-Community für das Handwerk sind sehr zufrieden.

Q-Online ist eine Online-Community für das Handwerk. Auszubildende, Gesellen und Meister können kostenfreie Lernangebote und Prüfungsvorbereitungen nutzen und sich untereinander austauschen und vernetzen. Die Community wurde entwickelt im Rahmen des Projekts „E-Learning 2.0 im Handwerk“ gefördert durch BMBF und Europäischen Sozialfonds.

Logo: q-online - Information und Qualifizierung im HandwerkDie erste Studie zur Überprüfung der Benutzerfreundlichkeit von Q-Online wurde im Usability Labor des Duisburg Learning Lab am Lehrstuhl von Prof. Dr. M. Kerres an der Universität Duisburg-Essen durchgeführt. Die Auswertung der ersten Untersuchung von Q-Online zeigt: Die Nutzer sind mit der Online-Community sehr zufrieden.  Die Community wirkt auf die Benutzer einladend, angenehm und motivierend. Auch die pragmatische Qualität wird sehr positiv bewertet: Die Community wird als übersichtlich, direkt und praktisch empfunden.

Balkengrafik zur q-online Usability Studie: Aufgabenangemessenheit: 5,55, Selbstbeschreibungsfähigkeit: 6,00;Steuerbarkeit: 5,73; Erwartungskonformität: 5,92; Fehlertoleranz: 5,62; Individualisierbarkeit: 5,60; Lernförderlichkeit: 6,17

Q-Online unterstützt die Nutzer darin, Arbeitsaufgaben effektiv und effizient zu erledigen und ist unkompliziert zu bedienen. Die Lernförderlichkeit wird durchweg als sehr gut beurteilt. In den meisten Fällen kann die Community auch ohne Hilfe oder Handbuch bedient werden. Einmal Erlerntes prägt sich so gut ein.

Verbesserungspotenzial gibt es noch im Bereich der Rückmeldung der Community an die Nutzer. Hier soll ein Hilfesystem entwickelt und eingebaut werden.

Im Rahmen der leitfadengestützten Untersuchung wurden neben einer Befragung auch die Blickbewegungen der Teilnehmenden auf dem Bildschirm mittels Eyetracking erfasst und analysiert. Die Ergebnisse wurden auf der Grundlage der Interaktionsrichtlinien zwischen Menschen und Maschinen entsprechend der Spezifikationen laut EN ISO 9241 geprüft.

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Kentzler: „Gleichwertigkeit beruflicher Qualifikation stärker betonen!“

Mittwoch 6. April 2011 von mschuette

Zur Vorstellung des Berufsbildungsberichts 2011 durch die Bundesregierung erklärt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Die Sicherung des Fachkräftebedarfs stellt für das Handwerk eine wachsende Herausforderung dar. Hauptgrund sind die weiter rückläufigen Abgängerzahlen bei Haupt- und  Realschülern.  Das Handwerk unterstützt daher das Ziel des Ausbildungspaktes, möglichst alle Potentiale für den Ausbildungsmarkt zu erschließen. Dabei haben wir Schulabgänger mit Migrationshintergrund genauso im Blick, wie leistungsschwache Jugendliche, die bei ihrem Übergang von der allgemeinbildenden Schule in die duale Ausbildung besondere Unterstützung brauchen.

Verstärkt rücken aber auch leistungsstarke Schulabsolventen wie Abiturienten in den Fokus des Handwerks. Die innovativen, attraktiven und zukunftsträchtigen Berufe des Handwerks gewinnen hier an Attraktivität. Von Seiten der Politik erwarten wir weitere Verbesserungen bei der Durchlässigkeit im Bildungssystem. Auch muss die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Qualifikation stärker betont werden. Entscheidende Impulse kann hier die Entwicklung eines bildungsbereichsübergreifenden Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen setzen.“

Quelle: http://www.zdh.de/

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