Bildungsmanagement Online

Weblog für Bildungsmanager, ZWH e.V.

Archiv für März, 2009

Kosten und Nutzen betrieblicher Ausbildung

Montag 30. März 2009 von admin

Der neue BIBB REPORT (Ausgabe8/09) enthält u.a. die Ergebnisse der BIBB-Kosten- und Nutzen-Erhebung aus 2007. Im Vorwort heißt es:

“Die betriebliche Berufsausbildung lohnt sich in der Regel für die ausbildenden Betriebe, obwohl sie zunächst Kosten verursacht. Dies ist in erster Linie dem Nutzen zu verdanken, der durch die Übernahme von Auszubildenden entsteht: Personalgewinnungskosten werden eingespart und selbst Ausgebildete leisten, zumindest vorübergehend, mehr als vom externen Arbeitsmarkt eingestellte Fachkräfte. Auch der Nutzen in Form von Imagegewinn und Attraktivität des Betriebs für leistungsfähige Mitarbeiter spielt eine wichtige Rolle. Darüber hinaus werden in vielen Betrieben die Ausbildungskosten bereits durch den Arbeitseinsatz der Auszubildenden gedeckt. Diese und weitere zentrale Befunde einer Betriebsbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zu Kosten und Nutzen der betrieblichen Berufsausbildung werden im folgenden Bericht vorgestellt.”

Sehr interessant ist die Berechnung der Nettokosten einer Ausbildung vor dem Hintergrund der Bruttokosten:

“Den Betrieben in Deutschland entstehen für einen Auszubildenden pro Ausbildungsjahr im Jahr 2007 durchschnittlich 15.288 Euro Bruttokosten. Dem stehen Erträge aus den produktiven Leistungen der Auszubildenden von 11.692 Euro gegenüber. Es ergeben sich also Nettokosten von 3.596 Euro, die ein ausbildender Betrieb im Durchschnitt pro Jahr und pro Auszubildenden aufbringt.”

Der vollständige Ergebnisbericht kann online als PDF-Verison heruntergeladen werden.

MSP

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Jobstarter-Regionalworskshops 2009

Donnerstag 26. März 2009 von admin

Als JOBSTARTER-Regionalbüro West veranstalten wir im Mai drei Regionalworkshops für JOBSTARTER-Projekte zum Erfahrungsaustausch, auf die ich kurz hinweisen möchte:

“Öffentlichkeitsarbeit – Marketing in eigener Sache“ -
11. Mai 2009 in Dortmund

Der Erfahrungsaustausch beinhaltet die Diskussion unterschiedlicher Marketingstrategien und Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit. Zielsetzung ist die Identifikation von Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Ansprache von Unternehmen, Kooperationspartnern und Jugendlichen.

Handwerk, das passt! – Erfolgreiches Matching“ -
14. Mai 2009 in Hagen

Im Rahmen des Workshops wird u.a. das „ran_mark Ausbildungsmarktradar“ vorgestellt, das als Marketing- und Analyseinstrument eingesetzt wird, sowie die Funktionsweise der dazu gehörenden Projektdatenbank. Für die Projektarbeit kann so zum einen die Basis für ein effizientes und erfolgreiches Ausbildungsplatz- und Kontaktmarketing und zum anderen durch die ermittelten Daten die Möglichkeit für ein erfolgreiches Matching geschaffen werden.

„Netzwerke verstetigen – Organisationsformen und ihre Möglichkeiten“ -
27. Mai 2009 in Düsseldorf

Der Workshop dient der Vorstellung von Grundlagen, wie Projektinitiativen durch die Gründung von Ausbildungsvereinen, gemeinnützigen Gesellschaften, etc. verstetigt werden können. Expertinnen und Experten stellen unterschiedliche Möglichkeiten und Beispiele dar.

Die Workshops richten sich ausschließlich an JOBSTARTER-Projekte der Länder Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland und dienen dem Erfahrungsaustausch der unterschiedlichen Initiativen. Für Rückfragen zu den Workshops steht das Team des JOBSTARTER-Regionalbüros West zur Verfügung. Weitere Informationen zum Programm JOBSTARTER sowie den Beteiligungsmöglichkeiten sind auf JOBSTARTER.de zu finden.

MSP

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Einführung eines Wikis

Mittwoch 25. März 2009 von admin

Seit einigen Wochen beschäftigen wir uns mit der Frage, ob die Einführung eines Wikis in eine Bildungsorganisation ein sinnvoller Schritt zur Verbesserung des Wissensmanagements sein könnte. Momentan befinden wir uns hinsichtlich dieser Frage noch in der Sondierungsphase und haben uns langsam auf den Weg gemacht. Dabei standen zunächst zwei Schritte auf dem Programm:

  • Die Beschäftigung mit den Möglichkeiten von Enterprise 2.0 und
  • die Erprobung unterschiedlicher Wiki-Systeme.

Um in das Thema “Enterprise 2.0″ und die Möglichkeiten für das Wissensmanagement in Unternehmen hineinzufinden, haben wir uns zunächst mit den Powerpointpräsentationen von T-Systems Multimedia Solution (Autoren: Frank Wolf, Christoph Rauhut, Simone Happ) beschäftigt, die sich anschaulich und unterhaltsam mit den Möglichkeiten des Wissensmanagements unter Nutzung von Web 2.0 Technologien beschäftigen (siehe auf Slideshare Teil 1, Teil 2 und Teil 3). Darüber hinaus waren die ins deutsche übersetzten kleinen Filmchen der commoncraft.com/show ganz hilfreich, denn sie erklären einfach und amüsant, wie RSS-Feeds, Wikis oder Blogs funktionieren.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns noch einmal vergegenwärtigt, was Wissensmanagement überhaupt soll und kann bzw. was Bildungsorganisationen wollen und erwarten. Dafür waren für uns zwei grundlegende Theorieansätze maßgeblich:

Nach intensiver Beschäftigung mit diesen Informationen haben wir vorläufig vier Zielsetzungen für das Wissensmanagement (nicht nur von Bildungsorganisationen) festgelegen können:

  • … neues Wissen (für die Organisation) generieren,
  • … (Alltags-) Wissen sichern und nutzbar machen,
  • … Zugriff auf gespeichertes Wissen erleichtern,
  • … individuelles Lernen ermöglichen.

Ein erster Schritt – zur Umsetzung dieser Ziele – könnte die Entwicklung einer Wissenslandkarte (Mitarbeiter, Prozesse, Produkte, Dienstleistungen, Kunden, etc.) sein, die in einem Wiki abgebildet werden können. Dafür haben wir uns mit Wiki-Software beschäftigt und zwei Systeme getestet:

Das pbwiki, das nur in der Basic-Version kostenlos ist, erwies sich nach der Freischaltung eines Accounts als absolut bedienerfreundlich und mit einer sehr guten Performance. Die Einrichtung des Wikis (Seiten erstellen, Navigationslinien setzen, etc.) funktionierte erfreulich einfach und die Anwendung ist intuitiv möglich. Besonders schön sind zudem einfache Community-Funktionen zur Ergänzung der Wiki-Funktionalität. Stände dieses System kostenlos als Open-Source-Software zur Installation auf dem eigenen Server zur Verfügung, so wäre das pbwiki als Unternehmenswiki sehr zu empfehlen. So ist das Fremdhosting (durch den Anbieter) in der Basic-Version u.E. ein Gegenargument. Wer jedoch keine Kosten scheut, kommt hier sicher zu anderen Lösungen.

Eine kostenlose Open-Source-Lösung stellt dagegen das mediawiki dar. Auf dieser Software basiert auch Wikipedia. Diese Tatsache allein ist schon hilfreich bei der Einführung, da die Oberfläche weitgehend bekannt ist und vertraute Navigationsstrukturen die Nutzung erleichtern. Im Vergleich zum pbwiki ist die “Programmierung” des Wikis jedoch erklärungsbedürftig. Was für Wikipedia-Autoren ein alter Hut ist, stellt bei der Einführung dieses Wiki-Systems in ein Unternehmen durchaus eine erste Hürde dar: die Programmiersprache. Unsere Erfahrung ist: Eine Seite im mediawiki zu schreiben, mit Links, Bildern, etc. zu füllen, eine neue Seite zu erstellen und die Navigationsleiste zu bearbeiten, benötigt Übung und besondere Kenntnisse, um grundlegende Befehle zu geben (z.B. einen Link einzufügen, Aufzählungen vorzunehmen, etc.). Allerdings hält sich der Aufwand noch in Grenzen: Wir konnten die grundlegenden “Programmierbefehle” auf einer DINA4-Seite zusammenfassen.

Die nächsten zwei Schritte stehen nun an:

1.) Nach der Entscheidung für ein WIKI sollte nun eine Einigung erfolgen

  • wie das WIKI aussehen soll (z.B. Struktur, Kategorien?),
  • wie es gefüllt werden soll (z.B. von wem, mit Zielvorgaben für die Erstellung von Beiträgen?),
  • ob es eine zielgruppenspezifische Rechteverteilung geben soll (z.B. wer darf die Navigation verändern?) und
  • wie die Nutzung des Wikis gefördert werden kann (z.B. Motivation der Nutzer durch Darstellung von Mehrwerten, aber auch: zielgerichteter Abbau “alter” Wissensdatenbanken und Übertrag der Wissensträger (Formulare, Prozessbeschreibungen, etc.) in das Wiki).

2.)  Um allen Mitarbeitern die Nutzung des Wikis zu ermöglichen und entsprechende Kenntnisse zu vermitteln, ist es zudem erforderlich, eine Schulungseinheit zu erarbeiten, um die Überlegungen zur Nutzung des WIKIs und grundlegende Kenntnisse zur Bedienung zu vermitteln.

    Da wir mit diesen Überlegungen noch am Anfang stehen, interessiert uns nun:

    • Wer bereits Erfahrung mit der Einführung von Wikis gemacht hat.
    • Gibt es gar Bildungsorganisationen, die ein Wiki nutzen?
    • Welcher Nutzen/ Aufwand hat sich dabei ergeben?

    Wir freuen uns über Erfahrungsberichte.

    MSP

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    Freie Stelle bei der VHS Hannover

    Freitag 20. März 2009 von admin

    Via zeit.academics.de ist uns eine interessante Stellenanzeige für Bildungsmanager aufgefallen:

    “Die Landeshauptstadt Hannover sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/einen Leiterin/Leiter (Kennziffer 43.1) ür die Leitung der Ada- und Theodor-Lessing-Volkshochschule im Fachbereich Bildung und Qualifizierung.”

    Wer interessiert ist, kann hier weiterlesen. Bewerbungsschluss ist der 4. April 2009.

    MSP

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    Mindestlohn für die Weiterbildungsbranche

    Donnerstag 19. März 2009 von admin

    Am 22. Januar 2009 hat der Bundestag die Aufnahme der Weiterbildungsbranche in das Entsendegesetz beschlossen. Das bedeutet nun, dass Weiterbildungsanbieter, die im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit tätig sein wollen, ihren Mitarbeitern einen Minestlohn zahlen müssen.

    Für pädagogische Mitarbeiter beträgt der Mindestlohn 12,28 Euro (West) bzw. 10,93 (Ost) und für Mitarbeiter in der Verwaltung 10,71 (West) bzw. 9, 53 (Ost).

    Weiterlesen auf GEW.de

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    Konjunkturpaket: Berücksichtigung von Bildungsstätten?

    Dienstag 17. März 2009 von admin

    “Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) hat sich an Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan gewandt, um ihr vorzuschlagen, Bildungsstätten mit in das geplante Konjunkturpaket aufzunehmen. Der AdB ist ein bundeszentraler Fachverband, der über 150 Jugendbildungsstätten, Akademien und Heim-volkshochschulen vertritt.

    Die Bundesregierung will insbesondere die Infrastruktur von Schulen und Hochschulen durch geeignete und notwendige Sanierungsmaßnahmen erhalten und ausbauen. Der AdB begrüßt die geplante Förderung der Bildungsinfrastruktur in Deutschland ausdrücklich; gleichzeitig weist er jedoch darauf hin, dass neben Schulen und Hochschulen auch Einrichtungen der Weiterbildung wie Bildungsstätten dazu zählen.”

    Dies ist auf der Internetseite des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten (AdB) nachzulesen (05.01.09). Ob dieser Appell Gehör findet … ?

    MSP

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    Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung

    Montag 16. März 2009 von admin

    Veranstaltungshinweis:

    “Aus 28 bundesweit agierenden Wirtschaftsmodellversuchen des vom BMBF geförderten Programms “Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung” liegen vielfältige Ergebnisse zur Nutzung der innovativen Ausbildungsordnungen in kleinen und mittleren Unternehmen vor. Die Wirkung der Ergebnisse, ihre Resonanz und der Transfer in Praxis, Politik und Wissenschaft in verschiedenen Feldern der beruflichen Bildung werden derzeit durch das BIBB systematisch reflektiert. Am 22. und 23. April 2009 findet eine Fachtagung mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet und europäischen Experten in Bonn-Bad Godesberg statt. Dort werden die Ergebnisse und erreichten Ziel präsentiert und mit Fachleuten aus der Praxis, der Wissenschaft und der Politik diskutiert. Der Blick “von außen” auf die Projekte wird neue Perspektiven eröffnen sowie den Transfer intensivieren und sichern. Die Veranstaltung wird dazu beitragen, die Ergebnisse und die erreichten Veränderungen über das Programm und benachbarte Projekte hinaus einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen” (Quelle).

    Wir als ZWH werden uns im Rahmen dieser Fachtagung ebenfalls präsentieren und unseren Modellversuch vorstellen.

    Weitere Hinweise zur Fachtagung sowie eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf den Seiten des BIBB.

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    Energie- und Ressourceneffizienz in Berufsbildung und Arbeit

    Montag 16. März 2009 von admin

    Am 13. Mai 2009 veranstaltet das Institut für Umweltschutz in der Berufsbildung eine Tagung zum Thema “Zukunft gestalten, Verantwortung übernehmen – Energie- und Ressourceneffizienz in Berufsbildung und Arbeit” im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück. Wer Interesse hat, kann sich hier informieren und anmelden.

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    Wertkette für Bildungsdienstleister

    Sonntag 15. März 2009 von admin

    Im Rahmen unseres Projektes zum Thema “Bildungsdienstleistungen” (siehe folgenden Bericht) beschäftigen wir uns u.a. mit der Frage, wie eine Wertkette für Bildungsdienstleister aussehen könnte. Folgendes Netzfundstück bietet eine grundsätzliche Einführung zum Thema:

    Konzept der betrieblichen Wertschöpfungskette nach Michael Porter. Beschreibung, kritische Analyse und praktische Anwendung in der Unternehmenspraxis (pdf)

    Artikel von Prof. Dr. Gilbert, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, SS 2005.

    MSP

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    Wie eine neuartige Weiterbildungs-Institution aussehen könnte …

    Freitag 13. März 2009 von admin

    Via Jochen Robes Weiterbildungsblog bin ich auf ein Interview von Martin Lindner mit Teemu Arina, CEO von der finnischen Beratungsfirma Dicole Oy, aufmerksam geworden (siehe: Checkpoint-Elearning). Teemu Arina beschreibt hier seine Vision einer Weiterbildungseinrichtung, die sich Web 2.0/ Social Software/ Online-Communities gezielt zu Nutze macht und diskutiert u.a. anhand der “digitalen Alphabetisierung” die Frage, wie weit der Weg bis dahin ist (welche Kompetenzen benötige ich, um Web 2.0 effektiv für das informelle Lernen einzusetzen und wer verfügt bereits über diese Kompetenzen?).

    Verblüffend ist, wie exakt diese Ausführungen zu unseren Überlegungen passen, wie Web 2.0 etwa das Angebot der Bildungsstätten des Handwerks bereichern könnte. Hier sehen wir durchaus Potenziale für ein Community-Marketing via Web 2.0. Das Interview mit Teemu Arina ist ein guter Weg, sich in das Thema und die damit verbundenen Möglichkeiten und Grenzen einzulesen.

    MSP

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