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Archiv für die 'Bildungsbranche' Kategorie

Bildungskonferenz 2011: Fachkräfte. Machen. Zukunft.

Dienstag 19. Juli 2011 von mschuette

Was sind die besten Strategien zur Fachkräftesicherung? Welche Rolle spielen Bildungskonzepte dabei und wie werden sie umgesetzt? Um die Antworten auf diese Fragen dreht sich alles bei der Bildungskonferenz am 16. und 17. November im Estrel-Hotel Berlin.

Fachkräfte. Machen. Zukunft.

Hochkarätige Experten aus Politik, Wirtschaft und Bildung sind dabei:
Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB)

Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Dr. Norbert Lehmann, ZDF-Moderator und Programmbereichsleiter

Monika Matschnig, Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance (Top 100 Excellent Speakers)

Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen

Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH)

Alle Informationen:

www.facebook.com/die.bildungskonferenz

www.die-bildungskonferenz.de

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Unternehmen setzen verstärkt auf Weiterbildung

Donnerstag 19. Mai 2011 von mschuette

DIHK legt aktuelle Umfrage vor

(19.05.2011) Die Unternehmen investieren in diesem Jahr deutlich mehr in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Das ergibt die neue Umfrage “Weiterbildung 2011″, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) heute in Berlin vorgelegt hat.

Hans Heinrich Driftmann

Der Erhebung liegen mehr als 14.000 Antworten zugrunde. Sie zeigt, dass 38 Prozent der Betriebe ihr Engagement in der Weiterbildung ausbauen wollen. 2010 plante dies nur jedes vierte und im Jahr davor sogar nur jedes zwölfte Unternehmen.

60 Prozent der Befragten wollen das bisherige Niveau halten. Nach 21 und 7 Prozent in den Vorjahren wollen nur noch 2 Prozent der Betriebe weniger Weiterbildung anbieten.

DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann sieht darin vor allem eine Reaktion der Betriebe auf die gute wirtschaftliche Entwicklung und den sich abzeichnenden Fachkräftemangel: “Unternehmen engagieren sich, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Deshalb haben sie schon in der Krise versucht, ihre Mitarbeiter zu halten, deshalb wollen sie ihre Belegschaften jetzt noch stärker qualifizieren.”

Es sei aber auch wichtig, betonte Driftmann, dass die Mitarbeiter ebenfalls bereit seien, sich durch Weiterbildung beruflich fit zu halten. Er unterstrich: “Hier wünschen sich die Unternehmen noch mehr Interesse und Motivation.”

Weiterbildung ist laut Umfrage für die Betriebe das mit Abstand wichtigste Instrument, um trotz des Ausscheidens vieler Älterer wettbewerbsfähig zu bleiben. 59 Prozent setzen darauf, die personellen Lücken mit Hilfe von Weiterbildung schließen zu können. Jeder Dritte will mehr ausbilden. Wegen der strikten Zuwanderungsregelungen und des hohen bürokratischen Aufwands im Arbeitsgenehmigungsverfahren sehen auch nur 3 Prozent Chancen in der Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland.

Woran es aus Sicht der Betriebe häufig mangelt, sind betriebsspezifische und damit auch aus Sicht der Unternehmen lohnenswerte Weiterbildungsangebote. Hier sind die Bildungsträger gefordert, stärker auf die Bedürfnisse der Betriebe einzugehen.

Quelle: http://www.dihk.de/presse/meldungen/2011-05-19-weiterbildungsumfrage

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Ministerpräsident Mappus und BIBB-Präsident Kremer zeichnen sechs Preisträger mit dem “WIP 2011″ aus

Montag 28. Februar 2011 von mschuette

Verleihung des “Weiterbildungs-Innovations-Preises 2011″ auf der “didacta” in Stuttgart

Stefan Mappus, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, und Manfred Kremer, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), haben heute auf der Bildungsmesse “didacta” in Stuttgart sechs Preisträger mit dem “Weiterbildungs-Innovations-Preis 2011″ des BIBB ausgezeichnet. Mit dem WIP würdigt das BIBB in diesem Jahr bereits zum elften Mal zukunftsweisende Projekte und Initiativen, die sich mit ihren innovativen Konzepten um die berufliche und betriebliche Weiterbildung verdient gemacht haben. Mit der Auszeichnung ist eine Geldprämie in Höhe von jeweils 2.500 Euro verbunden.

Stefan Mappus, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg: “Bildung ist das Herzstück unserer Politik. Unser gegliedertes Schulsystem in Baden-Württemberg bietet die Möglichkeit, die jeweilige Begabung zu erkennen und Kinder und Jugendliche leistungsgerecht zu fördern. Aber auch die berufliche Bildung und lebenslanges Lernen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Das Bundesinstitut für Berufsbildung ist ein anerkanntes Kompetenzzentrum zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Auch für uns in Baden-Württemberg ist es ein wichtiger Partner und Ansprechpartner. Die berufliche Weiterbildung bietet nicht nur jedem Einzelnen die Chance des weiteren beruflichen Aufstiegs, sondern trägt zur Sicherung des künftigen Fachkräftebedarfs bei und sichert auf diese Weise in hohem Maße die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.”

Manfred Kremer, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung: “Die WIP-Preisträger sind mit ihren innovativen Konzepten herausragende Beispiele für eine moderne, zukunftsweisende Gestaltung der betrieblichen und beruflichen Weiterbildung. Sie tragen mit ihren Projekten dazu bei, Fachkräfte zu qualifizieren, Arbeitsplätze zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten. Ich wünsche mir sehr, dass diese ausgezeichneten Konzepte in vielen Betrieben und Einrichtungen den Anstoß dazu geben, sich noch intensiver mit dem Thema Weiterbildung zu befassen. Wer vom lebensbegleitenden Lernen spricht, muss durch die Gestaltung von Übergängen und Anschlüssen eine engere Verzahnung und größere Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Bildungsbereichen ermöglichen. Der Weiterbildung kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.”

Weitere Informationen unter www.bibb.de/wip Bildmaterial unter www.bibb.de/pressefotos

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Weiterbildungsbranche: Wirtschaftliche Stimmung noch positiv – Anbieter investieren verstärkt in Qualitätssicherung

Dienstag 21. Dezember 2010 von mschuette

Die wirtschaftliche Stimmung in der Weiterbildungsbranche ist nach wie vor positiv, aber der Trend zeigt deutlich nach unten. Im Vergleich zu 2009 ist der wbmonitor Klimaindex, der die wirtschaftliche Stimmung in der Branche misst, in diesem Jahr um zehn Punkte auf +23 gefallen (auf einer Skala von -100 bis +100). Auch wenn die Weiterbildungsanbieter ihre derzeitige aktuelle Lage noch mit einem Wert von +32 beurteilen, so zeigt der Ausblick ins kommende Jahr mit nur noch +14 die deutlich gedämpften Erwartungen. Der wbmonitor Klimaindex wird seit 2007 jährlich vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) ermittelt. An der diesjährigen repräsentativen wbmonitor-Umfrage beteiligten sich rund 1.700 Weiterbildungsanbieter.

Eine gegenläufige Entwicklung zum Trend zeigt sich nur bei den Weiterbildungsanbietern, die mindestens die Hälfte ihrer Einnahmen von Betrieben erhalten. Diese Anbieter konnten ihren Klimawert um 19 Punkte auf +48 steigern, und sie erwarten auch in den nächsten zwölf Monaten eine sehr positive Geschäftsentwicklung. Hintergrund ist, dass die Betriebe aufgrund der positiven Entwicklung der Gesamtwirtschaft anscheinend wieder mehr in die Weiterbildung investieren.

Ganz anders sieht es jedoch bei überwiegend öffentlich finanzierten Anbietern – wie etwa Volkshochschulen – aus. Hier ist der Wert mit +5 nur noch knapp positiv und für die Zukunft wird eine weitere Verschlechterung erwartet. Offensichtlich machen sich hier die klammen öffentlichen Kassen – insbesondere die der Kommunen – negativ bemerkbar. Erheblich verschlechtert hat sich das Klima auch bei den Anbietern, die in ihrer Finanzierung stark von den Arbeitsagenturen abhängig sind. Ihr Klimawert ist gleich um 30 Punkte abgerutscht auf +15, und auch hier wird für das kommende Jahr eine weitere Verschlechterung erwartet.

Die Ergebnisse der wbmonitor-Umfrage zeigen darüber hinaus, dass die Weiterbildungsanbieter verstärkt in Qualitätssicherung investieren. Formale Anerkennungen und Zulassungen erlangen eine immer größere Bedeutung, denn 85 % der Anbieter verfügen inzwischen über mindestens eine formale Anerkennung einer öffentlichen Stelle oder privaten Organisation.

Allein 43 % sind nach der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV) der Bundesagentur für Arbeit für Maßnahmen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III zertifiziert. Damit besitzt diese Anerkennungsform insgesamt gesehen die größte Reichweite. Es folgen Anerkennungen durch die Erwachsenen- oder Weiterbildungsgesetze der Bundesländer (39 %) und der Berufs- beziehungsweise Wirtschaftsverbände (35 %). 71 % der Weiterbildungsanbieter besitzen sogar zwei oder mehr verschiedene formale Anerkennungen. Voraussetzung für eine Anerkennung ist häufig der Nachweis eines Qualitätsmanagementsystems. Dabei hat die DIN EN ISO 9000 ff. deutlich die Nase vorn: Mehr als ein Drittel der Weiterbildungsanbieter sind nach dieser Norm zertifiziert.

Weitere Analysen und Grafiken im Ergebnisbericht der wbmonitor-Umfrage unter  www.wbmonitor.de/downloads/Ergebnisse_20101215.pdf oder im Internetangebot des BIBB unter www.bibb.de/de/11920.htm

Zum diesjährigen Themenschwerpunkt der Umfrage “Formale Anerkennungen und Zulassungen” hat das DIE ebenfalls eine Pressemitteilung veröffentlicht. Informationen unter www.die-bonn.de/portrait/presse/index.aspx

Ansprechpartner im BIBB:
Hans-Joachim Schade, E-Mail: schade@bibb.de

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Bildungskonferenz 2010 mit rund 500 Köpfen!

Montag 25. Oktober 2010 von hpuchalla

Publikum 2010, Foto: P. Himsel

Unter dem Motto “Wissen braucht Köpfe” diskutierten am 18. und 19. Oktober in Berlin gut 500 Teilnehmer und machten die Konferenz damit wieder zu Deutschlands größtem Branchentreff für Bildungsverantwortliche.

 

Die ZWH freut sich über diesen großen Erfolg.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, Referenten und Partner der Bildungskonferenz 2010!

Alle Fotos der Konferenz und die Vorträge finden Sie hier auf der Website.

Schauen Sie doch mal rein unter Fotogalerie und Vorträge!

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die-bildungskonferenz d e auf twitter

Dienstag 19. Oktober 2010 von hpuchalla

http://twitter.com/zwhbiko

Kategorie: Berufsbildung, Berufsvorbereitung, Betriebliche Bildung, Bildungsbranche, Bildungskonferenz, Bildungsmanagement, E-Learning, Jobstarter, Kompetenzzentren, Konferenzen, Marketing, Personal, Projekte, Web 2.0, Weiterbildungen, Wissensmanagement | Keine Kommentare »

Nur noch 14 Tage bis zur Bildungskonferenz

Montag 4. Oktober 2010 von hpuchalla

Auf Deutschlands größtem Branchentreff für Bildungsverantwortliche erwartet Sie auch in diesem Jahr ein breites Themenspektrum und abwechlungsreiches Programm.

Mit dabei:
Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung,
Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerk,
Hermann Scherer, vielfach ausgezeichneter Redner, Autor und Marketingprofi
… und über 50 weitere Expertinnen und Experten!

Direkt zum Programm:

http://www.die-bildungskonferenz.de/programm.html

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Bildung in Deutschland 2010

Montag 21. Juni 2010 von hpuchalla

Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Hochschulzugangsberechtigung ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen, der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss rückläufig: Der nationale Bildungsbericht “Bildung in Deutschland” belegt, dass das Bildungsniveau in unserem Land steigt. Dies zeigt sich auch darin, dass die Zahl der Studienanfänger einen neuen Höchststand erreicht hat. Die Studienanfängerquote lag im Jahr 2009 mit 43% deutlich über der Zielmarke von 40%. Allerdings zeigt der Bericht auch, dass Benachteiligte noch stärker einbezogen werden müssen.

Quelle und weiterlesen: www.bmbf.de

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Rachel: “Fernlernen wichtig für lebenslanges Lernen”

Mittwoch 28. April 2010 von hpuchalla

“Fernlernerinnen und Fernlerner tragen in hohem Maße dazu bei, das lebenslange Lernen in Deutschland zu realisieren”, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel, am Dienstag in Berlin bei der Übergabe des diesjährigen Studienpreises des Forum DistancE-Learning. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden seitens dieses Verbandes jährlich für die jeweils erfolgreichste Teilnahme in den verschiedenen Sparten des Fernlernens ausgezeichnet.

“Das Fernlernen schlägt durch seine Flexibilität eine wichtige Brücke zwischen Ansätzen des formalen, non-formalen und informellen Lernens, zwischen Theorie und Praxis”, sagte Rachel. “Diese Entwicklung gilt es zu stärken.” Mit der Qualifizierungsinitiative hat die Bundesregierung das Ziel formuliert, bis 2015 die formale Weiterbildungs-Beteiligung auf 50 Prozent zu steigern. 2006 lag die Quote bei 43 Prozent. Obwohl das Fernlernen im Kontext der gesamten Weiterbildung mit derzeit ungefähr 350.000 Teilnehmenden noch eine relativ geringe Rolle spielt, sind die Zuwachsraten der Beteiligung an dieser Lernform enorm. So hat sich die Anzahl der Fernlernerinnen und Fernlerner in Deutschland seit 2002 mehr als verdoppelt.

Der Studienpreis macht auf Fernunterricht, Fernstudium und E-Learning aufmerksam. Die Biographien der Preisträgerinnen und Preisträger lassen die persönlichen Leistungen und Anstrengungen, die jede(r) Lernende in den persönlichen Lernprozess einbringt, und die damit erzielten Erfolge deutlich und lebendig werden. Sie dokumentieren, dass Lernen die berufliche und die persönliche Entwicklung voranbringt und Lernen zugleich Arbeit und Spaß bedeuten kann.

Die Studienpreise für herausragende Leistungen beim Fernlernen werden seit 25 Jahren vom Forum DistancE-Learning bzw. seinem Vorgänger vergeben. Das Forum DistancE-Learning ist der Fachverband für Fernlernen und Lernmedien. Für die Auswahl der ausgezeichneten Fernkursabsolventinnen und -absolventen spielen nicht nur sehr gute Zensuren und ein rasches Erreichen der Lernziele, sondern auch die Stärke des persönlichen Engagements wichtige Rollen. Die Preisträgerinnen und Preisträger beeindrucken auch durch ihren hohen persönlichen Lerneinsatz unter schwierigen Lebensumständen, ihr besonderes Einbringen im Unterricht und in den Lerngruppen sowie dadurch, dass sie auch bei Problemen ihr Ausbildungsziel nicht aus den Augen verloren haben.

Quelle: http://www.bmbf.de/press/2841.php

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Staatsministerin Böhmer zum Berufsbildungsbericht 2010: „Wir dürfen uns keine Generation der Verlierer leisten“

Montag 15. März 2010 von hpuchalla

Staatsministerin Maria Böhmer hat verstärkte Anstrengungen gefordert, damit mehr Jugendliche aus Zuwandererfamilien eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen. „Die Zahlen aus dem Berufsbildungsbericht sind erschreckend: Wenn wir jetzt nicht handeln, erhält unser Land eine Generation der Verlierer. Das dürfen und können wir uns nicht leisten“, betonte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.

Laut Entwurf des Berufsbildungsberichts 2010 sind ausländische Jugendliche wesentlich seltener an einer Ausbildung beteiligt als gleichaltrige Deutsche. So liegt der Anteil der Ausländer an einer Berufsausbildung bei 32,2 Prozent. Bei den deutschen Jugendlichen sind es 68,2 Prozent. Damit sind ausländische Jugendliche fast so häufig nicht an einer Ausbildung beteiligt wie sich gleichaltrige Deutsche im Ausbildungsprozess befinden.
“Ohne Ausbildung bleiben die Türen zum Arbeitsmarkt verschlossen. Ein sozialer  Aufstieg rückt für Jugendliche aus Zuwandererfamilien damit in weite Ferne. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Gesellschaft auseinanderdriftet. Umso wichtiger ist es, dass Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen. Die Vereinbarung des Ausbildungspaktes, junge Migranten in diesem Jahr verstärkt in den Blick zu nehmen, muss kraftvoll umgesetzt werden. Ich fordere die Arbeitgeber auf, Jugendlichen aus Zuwandererfamilien mit einem Schulabschluss und bei gleicher Eignung verstärkt eine Chance zu geben. Wegen seines Namens oder seiner Herkunft darf niemand ausgegrenzt werden. Viele Unternehmen setzen bereits auf junge Migranten, denn sie sind die Fachkräfte von morgen!” betonte Böhmer.“Um die Ausbildungsreife der Jugendlichen aus Zuwandererfamilien zu erhöhen, muss ihre individuelle Förderung in der Schule dringend intensiviert werden. Hier sind die Länder in der Pflicht: Im Nationalen Integrationsplan haben sie zugesagt, Schulen mit einem hohen Migrantenanteil noch stärker zu unterstützen. Die hohe Zahl von 15 Prozent ausländischer Schulabbrecher ist ein Alarmsignal! Zudem muss die Berufsorientierung an den Schulen ausgebaut werden. Das ist die Voraussetzung dafür, dass junge Migranten erfolgreich den Sprung ins Arbeitsleben schaffen. Eine intensive Beratung gibt den Jugendlichen Sicherheit bei der Berufswahl und hilft, Ausbildungsabbrüche zu verhindern. Die jungen Migranten fordere ich auf, eine Ausbildung auch durchzuhalten und bei Problemen nicht direkt aufzugeben. Wichtig ist zudem, dass Migranteneltern ihre Kinder dabei aktiv unterstützen, Ausbildungsmöglichkeiten auch zu ergreifen”, erklärte Böhmer.
 
“Die Analyse ist bekannt- wir müssen jetzt an die Umsetzung gehen! Es gilt, alle Kräfte zu bündeln. Damit sichern wir langfristig die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft”, betonte Böhmer.

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