In den Osterferien können sich über 100 Jugendliche fit für ihre Ausbildung machen. Die IT-Fitness-Partner Microsoft und die Signal Iduna Gruppe veranstalten gemeinsam mit dem Fanprojekt Dortmund e.V. sowie dem Jugendamt Dortmund im BVB-Lernzentrum ein zweitägiges Spezialtraining am Computer – inklusive Sport-Spaß-Programm in Deutschlands größtem Fußballstadion.
Gut trainiert in den Job. Der aktuell erschienene „Berufsbildungsbericht 2010” der Bundesregierung beweist: 47,3 Prozent der Schulabgänger in Deutschland gelten als „nicht ausbildungsreif” und müssen vor Vermittlung einer Lehrstelle zusätzliche Fördermaßnahmen absolvieren.
Damit junge Menschen ihre Berufschancen erhöhen und fit in der vierten Kulturtechnik – dem Umgang mit dem Computer – sind, organisieren die IT-Fitness-Partner regelmäßig neue kostenfreie Lernangebote. So veranstalten Microsoft und die Signal Iduna Gruppe im April gemeinsam mit dem Jugendamt Dortmund und dem Fanprojekt Dortmund e.V. ein zweitägiges Trainingscamp im Lernzentrum des Bundesliga Vereines Borussia Dortmund. Ziel ist es, Jugendliche ab 14 Jahre fit für den Arbeitsalltag zu machen. In kostenfreien IT-Kursen werden berufsrelevante IT-Kenntnisse vermittelt und ein Zertifikat erarbeitet. Aber auch berufsorientierende Fragen stehen im Mittelpunkt des Trainingscamps.
„Das Thema Fußball spielt im Leben von Jugendlichen eine große Rolle. Deshalb wollen wir uns als Verein auch sozial engagieren und jungen Menschen fördern und motivieren. Dafür öffnen wir unser Stadion für Bildungsmöglichkeiten“, sagt Thilo Danielsmeyer, Sportlicher Leiter Fanprojekt Dortmund e.V.
Natürlich kommt auch der Sport an den jeweils zwei Tage dauernden Veranstaltungen nicht zu kurz: „Wir bieten ein Fußballtraining an und machen eine Stadionbegehung. Natürlich wird auch einmal ein Spieler vorbeischauen. Es gibt Street Dance und Boxkurse“, so Danielsmeyer über das vielfältige Ferienprogramm.
Interessierte Jugendliche können sich bis zum 20. März 2010 beim BVB-Trainingscamp per Email unter fanprojektdortmund@gmx oder telefonisch unter 0231 21 42 92 anmelden. Die zweitägigen Veranstaltungen finden am 6. und 7. April und am 8. und 9. April 2010 statt.
Mit 140 Millionen Euro fördern das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Europäische Sozialfonds (ESF) in den nächsten Jahren die Weiterbildung von Beschäftigten. Ziel der Initiative “weiter bilden” ist es, die Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken und die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu erhöhen.
Mit der ESF-Richtlinie zur Förderung der berufsbegleitenden Bildung von Beschäftigten (Sozialpartnerrichtlinie) werden die Bemühungen der Sozialpartner zur Stärkung der Weiterbildungsbeteiligung von Beschäftigten und der Anpassungsfähigkeit von Unternehmen unterstützt.
Teilnahme an der Initiative “weiter bilden”
Voraussetzung für eine Förderung nach der ESF-Richtlinie ist die Existenz einer regionalen oder branchenbezogenen Vereinbarung von Sozialpartnern zur Weiterbildung, in der die jeweiligen prioritären Ziele, Handlungsschwerpunkte und Qualifikationsbedarfe konkret benannt werden. Die Vereinbarung kann auch mit der Absicht abgeschlossen werden, gezielt im Rahmen des Sozialpartnerprogramms aktiv zu werden.
Antragsberechtigt sind Tarifvertragspartner und Sozialpartner zur Umsetzung von bestehenden Qualifizierungstarifverträgen oder der o. g. Vereinbarungen sowie Unternehmen, die in den Regelungsbereich eines Qualifizierungstarifvertrages oder einer der o. g. Vereinbarungen der jeweils zuständigen Sozialpartner fallen. Antragsteller kann auch ein Organisationsträger (z. B. Bildungsträger) sein, der mit der Beantragung und Organisation beauftragt wurde. Die Antragsteller müssen eine Betriebsstätte in Deutschland unterhalten.
Die Regiestelle Weiterbildung begleitet die Umsetzung des Programms. Sie berät die potenziellen Antragsteller und informiert über die ESF-Förderrichtlinie.
Exklusiv zur e-Skills Week der Europäischen Union (auf Deutsch: Woche des IT-Wissens) werden auf der IT-Fitness-Lernplattform die IT-Anforderungen von Berufsbildern wie Fahrzeuglackiererin oder Kauffrau für Bürokommunikation vorgestellt. Noch bis zum 6. März wird unter www.it-fitness.de/lernplattform täglich einer von insgesamt zehn beliebten Berufen präsentiert und die extra darauf abgestimmten Lernmodule bereit gestellt.
Welche IT-Kenntnisse benötigt man im Berufsleben?
Viele Jobeinsteiger wissen nicht, welche IT-Anforderungen in der Arbeitswelt auf sie zukommen. Deshalb unterstützt die IT-Fitness-Initiative die e-Skills Week 2010, die von der Europäischen Union ins Leben gerufen wurde. 10 Tage lang werden auf der kostenlosen IT-Fitness-Lernplattform 10 Berufsbilder vorgestellt. Mit Hilfe der auf den jeweiligen Beruf zugeschnittenen Lernmodule haben die Nutzer die Möglichkeit, die notwendigen IT-Kompetenzen zu erwerben. Zusätzlich stehen den Nutzern auch die Lernmodule für Fortgeschrittene zur Verfügung.
Lehrkräfte können sich darüber hinaus weiteres Material für Unterricht und Ausbildung bestellen.
Diese Aktion ist eine gute Chance, um sich über die Anforderungen des eigenen Traumberufes zu informieren und sich darin zu testen.
Die e-Skills Week findet in mehr als 20 Ländern in der ersten Märzwoche statt.
Drei im Auftrag des BIBB produzierte Videoclips unterstützen ab sofort die Ausbildung von Produktionstechnologen und -technologinnen. Die von der Medienwerkstatt Berlin hergestellten Filme geben als “virtuelle Betriebsbesuche” Einblick in den neuen Ausbildungsberuf, die Ausbildungsgestaltung, das Profil und die Motive der Unternehmen, die diesen Beruf ausbilden. Die Videoclips richten sich an Ausbilder, Auszubildende und Jugendliche, die eine Ausbildung zum Produktionstechnologen beginnen wollen. Sie geben jeder der genannten Zielgruppen Denkanstöße und Impulse - sei es für die Gestaltung der Ausbildung oder für die Entscheidung, den Beruf “Produktionstechnologe” zu ergreifen. Die vom BIBB in Auftrag gegebenen Videoclips sind im Internet abrufbar unter www.produktionstechnologe.de
Entstanden sind die Videosequenzen aus einer Kooperation mit dem FWU (Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht) in München. Das FWU hat darüber hinaus eine DVD “Produktionstechnologie” hergestellt. Diese DVD ist insbesondere für den Einsatz in allgemeinbildenden und beruflichen Schulen gedacht und stellt moderne Produktions- und Organisationskonzepte an Beispielen verschiedener Unternehmen und Branchen vor. Die drei vom BIBB in Auftrag gegebenen Videoclips sind ebenfalls auf dieser DVD eingestellt. Sie kann online beim FWU erworben werden (www.fwu.de/shop.html).
Wer Kompetenzorientierung als Leitkonzept in der Berufsbildung ernst nimmt, kommt um die Entwicklung valider Instrumente zur Kompetenzmessung nicht umhin, so BIBB-Präsident Manfred Kremer im Editorial zur aktuellen BWP-Ausgabe. Die Beiträge stellen zentrale Modelle und Verfahren zur Kompetenzmessung in der Berufsbildung vor und beleuchten diese vor ihrem Entstehungskontext und mit Blick auf ihre Ziele.
Seit dem Start der Online-Lernplattform im November 2009 haben sich bereits 30.000 Menschen IT-fit gemacht. In den ersten drei Monaten wurden fast 34.000 Basis-Lernmodule des kostenfreien Weiterbildungsangebotes genutzt. Besonders gefragt waren die Kurse zu Textverarbeitung, zu Tabellenkalkulation, zu Windows 7 und zum Umgang mit Suchmaschinen. Microsoft Deutschland und der Zentralverband des Deutschen Handwerks haben die Lernplattform entwickelt, um Schülern und Berufsanfängern, beruflichen Wiedereinsteigern, aber auch erfahrenen Arbeitnehmern, neue Möglichkeiten der IT-Qualifizierung zu bieten.
Die Gegenwart ist gekennzeichnet durch einen von den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) induzierten schnellen technologischen Wandel. Dieser ist verbunden mit einem Strukturwandel in Unternehmen und Arbeitsprozessen. Deutlich zeigt sich dies in den Infrastrukturen Energieversorgung und Verkehr. Durch das “Internet der Energie” sowie durch Elektromobilität entstehen neue Märkte und Dienstleistungen aber auch neue Qualifizierungsanforderungen. So entsteht beispielsweise in den vom BMWi geförderten Forschungsschwerpunkten wie “E-Energy” und “IKT für Elektromobilität” laufend neues Wissen, das schnell in die Breite umgesetzt werden muss, um am Standort wirksam zu werden. Insbesondere Handwerk und Kleinunternehmen benötigen in den Phasen schnellen technologischen Wandels prozessbegleitend - von den Konzepten zu den Realisierungsschritten - Unterstützung bei Wissenstransfer, Kooperation und Qualifizierung. Eine geeignete Möglichkeit wird dabei in der Adaption und Weiterentwicklung moderner internetgestützter Lern- und Kooperationsverfahren (z. B. WEB 2.0) für diese heterogenen Zielgruppen gesehen. In homogeneren Umgebungen wie Großunternehmen oder Hochschulen gibt es hierzu positive Erfahrungen.
Vier Entscheider aus dem Mitarbeitermanagement geben Auskunft, wie wichtig IT-Wissen heutzutage im Berufsleben ist und wie der richtige Umgang mit dem Computer die Wettbewerbschancen auf dem Arbeitsmarkt beeinflusst.
Am 01.Dezember 2009 sind Vertreterinnen und Vertreter von 27 Handwerkskammern zu einem Workshop der GPO-Initiative in Düsseldorf zusammengekommen.
Nach Vorstellung der Arbeitsergebnisse aus 2009 und einem Ausblick auf die weitere Arbeit der GPO-Initiative wurde in 9 Workshops ein breites Themenspektrum bearbeitet. Zu jedem Schwerpunkt des GPO-Fragebogens wurden zwei Impulsreferate vorgetragen und mit großem Engagement diskutiert.
Zum Abschluß der Veranstaltung dankte Hermann Röder, Geschäftsführer der ZWH Düsseldorf, allen Beteiligten für die intensive Beteiligung und kündigte für den Mai 2010 einen GPO-Workshop zum Themenschwerpunkt „Marketing – Imagekampagne des Handwerks“ an.
Die Online-Dokumentation des GPO-Workshops zum Thema “Ergebnisse 2009” ist für alle GPO-Handwerkskammern im geschützten Arbeitsgruppenbereich hinterlegt.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat eine Studie zum Thema „Vergleich der Qualitätssicherungssysteme in der beruflichen und akademischen Bildung“ der Prognos AG und des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) veröffentlicht ( http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Service/publikationen,did=323736.html).
Die Studie unterstreicht die Gleichwertigkeit der Qualitätssicherungssysteme in der beruflichen und akademischen Bildung. Die Studie leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Vertrauensbildung und zur Versachlichung der Diskussion zwischen der Hochschulseite und der beruflichen Bildung.
DIHK und ZDH werten die Ergebnisse der Studie als wichtige Klarstellung. Sie belege nicht nur das hohe Qualitätsniveau der beruflichen Fortbildung. Sie dokumentiere auch die vielschichtige und umfangreiche Qualitätssicherung der Bildungsträger im Bereich der beruflichen Bildung.
Auch wenn Qualitätssicherung nur mittelbar – über gegenseitiges Vertrauen in die Lernergebnisse eines beruflichen oder akademischen Abschlusses – einen Beitrag zur Diskussion um Gleichwertigkeit liefern kann, sehen sich die beiden Kammerorganisationen durch die Studie in Ihrer Auffassung unterstützt, dass akademische und berufliche Abschlüsse auf gleichem Niveau im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) eingeordnet werden müssen.
Die Autorinnen von Prognos AG und dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) haben in ihrem „Vergleich der Qualitätssicherungssysteme in der beruflichen und akademischen Bildung“ die bestehenden Konzepte synoptisch gegenübergestellt. Dabei wird folgendes deutlich:
Beide Bildungsbereiche verfügen über sehr umfangreiche aber unterschiedliche Qualitätssicherungsinstrumente. Im Bereich der beruflichen Fortbildung stehen die streng formalen Neuordnungsverfahren im Vordergrund, im Hochschulbereich wird die Qualität der Studiengänge individuell und profilbezogen geprüft und entwickelt.
In beiden Bildungsbereichen werden zunehmend umfassende institutionelle Qualitätssicherungssysteme eingeführt, die eine kontinuierliche qualitative Verbesserung sicherstellen.
Eine Übertragung oder Anpassung der historisch gewachsenen Qualitätssicherungssysteme an den jeweils anderen Bereich ist hingegen weder möglich noch erforderlich.
In dem Gutachten werden auch die Arbeitsmarktpotenziale verglichen. Die Ergebnisse unterstreichen die Gleichwertigkeit. Sowohl akademische Abschlüsse als auch solche der beruflichen Fortbildung leisten heute einen wesentlichen Beitrag zur Beschäftigungsfähigkeit. Auch hängen hohe Einkommen heute nicht mehr von einem akademischen Abschluss ab. So wird bei der tariflichen Eingruppierung bereits verstärkt die tatsächliche Tätigkeit und nicht ausschließlich der formale Bildungsabschluss zu Grunde gelegt. In vielen Berufssparten sind daher akademisch oder beruflich qualifizierte Fachkräfte gleichermaßen erfolgreich und erzielen vergleichbar hohe Einkommen.